Geht es euch manchmal auch so, dass ihr etwas macht, erlebt, besucht und euch hinterher fragt – wieso jetzt erst, warum mach ich das nicht seit meinem 5. Lebensjahr? Bei der Lesung von Längs auf dem Theaterschiff Batavia in Wedel ging es mir so.
Mein Wedeler Kontakt hatte angefragt, ob ich den Lust hätte – und ja, warum nicht in Wedel, nachdem es im Molotow nicht funktioniert hatte vorletzte Woche.
Was ist Längs?
3 Autoren: Levka, Jörg und Thomas und manchmal ein Gast (heute Sirja die ihr Autorentalent bis dato eher auf 140 Zeichen konzentriert hatte), mehr auf deren Homepage : http://lesebuehne.jimdo.com/
Was wird geboten?
Zwei Runden Selbstgeschriebenes, Alltagsgeschichten, irgendwo zwischen ÖPNV Terror, Internet Absurditäten, Kindheitsaufarbeitung und Oden auf den ultimativen Helfer des modernen Heimwerkers – den Ikea Nagelhalter.
Did it rock?
Ja, es rockte.
Warum hat es gerockt?
Weil es authentische Geschichten waren vom Hamburger Acker und den Baustellen des Alltags, die jeder nachvollziehen kann. Weil die 3 eigespielt waren und das im besten Sinne von vertraut und harmonierend, nicht im Sinne von “sie taten das was sie halt immer tun” und sicherlich auch die familäre “unter Freunden” Atmosphäre tat das ihrige..
Was war dein Favorit?
Ganz schwer ehrlich gesagt, denn gut waren alle 8 Texte, jeder auf seine eigene Art hat gefallen. Und auch wenn ich begeisterter Fahrer des Metrobus 4 bin und eine Landjugend in Ostwestfalen äußerst spannend war, muss ich sagen, dass Jörg mit “Karl ist auf der Suche” mein Favorit war.
Schöne Geschichte über einen älteren Herren, der irgendwie vor dem Leben steht und überfordert ist, der Mensch trifft die seine Sprache sprechen aber keine Worte nutzen, die er versteht, die Dinge tun die er nicht begreift.
Danke für de freundlichen Hinweis am Ende: Seid gut zu Karl, denn irgendwann werdet ihr auch Karl sein” - stimmt auch wir werden nicht ewig die Digital Bohéme sein.
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