Unverdient gegen einen pomadigen HSV (Frank Rost fehlten im O-Ton beim Ringelpietz nur die rosa Tütüs), der dummer Weise aber vom Gegentor wachgerüttelt wurde und sich gegen den “kleinen Nachbarn” wohl doch keine Blöße geben wollte.
11 Minuten lang – von der 77. Minute nach dem Treffer von Boll war es greifbar – ein Sieg gegen den HSV; 11 Minuten lang hatten wir Stellingen mit dem Rücken zur Wand.
Ich hab mich seit langem nicht mehr so auf ein Spiel gefreut, hatte lange nicht mehr diese “das muss klappen Gefühl” und habe mich auch entsprechend lange nicht mehr so enttäuscht gefühlt nach dem Abpfiff.
Das reine Zahlenwerk sollte einen eigentlich zufrieden sein lassen, der Aufsteiger hat gepunktet gegen den Bundesliga Dinosaurier aber mit Verlaub – scheiß drauf was das Zahlenwerk sagt.
Was war gut?
Gut war der Charakter den die Mannschaft bewiesen hat. Auch wenn ich selber die Klischees nicht mehr hören mag von St.Pauli & anders, was galt, gilt und gelten wird aus meiner Sicht – wenn ihr Herz auf dem Platz zeigt, dann verzeih ich euch fast alles, dann sind Niederlagen verschmerzbar.
Ein Beispiel – Deniz Naki gerannt wie blöd, giftig gewesen und rotzfrech – hat Spaß gemacht
Ein weiteres Beispiel – Gerald Asamoah, kommt auf den Platz und legt sich erstmal gepflegt und gerechtfertig mit Spacken Jarolim an – richtig so
Was muss verziehen werden
Teils statisches Ballgeschiebe (gerade die ersten 20 Minuten), Fehlpässe im Aufbau
Fazit
Nach vier Spieltagen 4 Punkte, in der Tabelle zwischen den Bayern und Werder (okay, klingt besser als es ist); gutes Spiel in Freiburg, doof verloren gegen Hoffenheim und Köln, unverdient 2 Punkte gegen den HSV gelassen.
Könnte schlimmer sein, könnte besser sein.
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