Nicht nur die Bundesregierung macht SEM auch die Linke ist hochgradig aktiv sowohl bei Youtube als auch in Sachen SEM:
Spannende Sache.
Weniger großartig ist dann der Auftritt von Petra Pau, da hätte man lieber einen der beiden Rhetorik-Meister der Linken von der Kette lassen sollen, hätte vielleicht mehr Effekt gehabt. So hat es doch eher die Anmutung von Homevideo oder schlecht übersetztem TV-Shopping (”und wenn Sie jetzt die Linke wählen, dann kriegen Sie dieses japanische Messerset obendrauf – kostenfrei!”).
Aber sie machen was in dem Medium, das ist schon mal anerkennenswert – gleich mal bei youtube schauen wer da noch so zu finden ist. Einen ersten Versuch gab es wohl auch schon von der Linken, der ist aber wohl im Sande verlaufen.
Tags: Content Netzwerk, Die Linke, SEM, youtube —Ich gebe es zu, ich bin voll drauf eingestiegen und hatte mental schon die Hasstirade auf Sigmar Gabriels Pläne zur Ökosteuer für Onlineshops geschrieben. “Geht ja garnicht, was soll denn der Müll?!?” wäre so das Fazit gewesen. Wäre ja so, als wenn man die Ökoabgaben auf die Autohersteller statt auf den Fahrzeughalter abgibt.
Nun, das ist nicht nötig.
Schönes Ding liebe Freunde von der IWB – gut gelungen!
Soderle, jetzt hat auch der Kollege Nauman seine Post Election Poetry.
Also hier die nachgereichte Strophe für Michael Naumann:
Der nächste war Micha der Rote,
bieder – fast mausgrau – und wenig bekannt,
ihm fehlten Profil und auch eigene Note,
nach Altmeister Hennings Rückzug ernannt.
Nach abgeschlossenem Wahlkampf hatte ich letzte Woche eine weitere poetische Anwandlung.
Hier meine Ergüsse zum Wahlkampf in Hamburg. Faszinierend, dass mir selbst hier nichts so richtiges zu Michael Naumann eingefallen ist – daran arbeiten wir.
So, hier nun mein Meisterwerk, dass vielleicht schon von euren Kindern in ihrer Abi Klausur im Geschi LK zu innenpolitischen Situation im Deutschland des frühen 21. Jahrhunderts (ihr erinnert euch, die Zeit der Nationalstaaten ohne Warpantrieb und Rubel als globales Zahlungsmittel) analysiert werden darf.
Der schwarze Ritter hieß Ole,
groß, blond und markant.
Er regierte seit Jahren der Stadt zum Wohle
das Ruder lag fest in in seiner Hand.
Hinnerk der Liberale, der vierte im Spiel,
stets mit gelbem Binder statt mit Stahlvisier.
Er hatte wenig Getreue und klar war sein, Ziel:
“Bitte, Herr, Bitte, bring mehr als 5 Prozent zu mir.
Der grüne Müller Farid aus dem Morgenland,
Bewahrer der Bäume geübt im Verzicht.
Die Politik war sein einziger Stand,
1200 Taler nach mehr Lohn strebt er nicht.
Der wahlomat ist nicht gerade neu aber weiterhin praktisch! Statt sich durch ellenlange Programme zu wählen kann man mit ein paar Klicks alles klar ziehen. Ich müsste (dürft bzw. sollte) die FDP wählen alternativ die SPD und die CDU ist erst auf Platz 3 geranked…
Vielleicht sollte ich wirklich die FDP wählen, die haben sich ja mit viralem Marketing die Finger verbrannt, auch sympathisch.
Andererseits vielleicht auch lieber nicht.
Der offline Werbedruck bei mir im Briefkasten ist von der CDU am höchsten, muss eine ganz schön große und tiefe Portokasse haben der Ole. Also den könnte ich wählen aus Verbundenheit zu meiner alten Zunft, die sicherlich den ein oder anderen Bonusscheck mehr bezahlen kann durch die Wahl.
Andererseits vielleicht auch lieber nicht.
Und SPD werde ich nicht wählen, weil ich mir den Namen des Kandidaten nicht merken kann…
Alles leider nicht so einfach.
Die heiße Phase im Hamburger Wahlkampf ist erreicht, das kann man wohl so festhalten. In den letzten Wochen gab es einiges an Post zu diesem Thema, gestern kamen die Wahlunterlagen.
Sehr schön war ein Mailing der CDU, in dem ich informierte wurde, dass die Wahl doch recht kompliziert ist, da man auf mehreren Zetteln unterschiedlich viele Kreuze zu machen hätte. Die CDU hatte aber auch gleich eine gute Nachricht für mich – man müsse sich ja nur merken wie viele Kreuze auf jedem Zettel erlaubt sind (steht zur Sicherheit auch noch mal auf dem Zettel oben drauf, versicherte man mir schriftlich!), dann macht man die entsprechende Zahl an Kreuzen für die CDU – damit liegt man nicht verkehrt.
Als ich heute morgen zur Arbeit radelte waren dann auch die unvermeidlichen Wahlplakate zu sehen. Michael Naumann (oder heißt er Neumann? Halte ich für ein schlechtes Zeichen für ihn, wenn mir nicht mal das sicher merken konnte im bisheringen Wahlkampf!) verspricht uns eine Stadt die für alle wächst und dass der Bürgermeister wieder den Bürgern zuhört, Ole von Beust “weiß wo der Schuh drückt”während der Kollege Müller durch die Hamburger Clubs tourt.
Schwarz setzt auf den charismatischen Bürgermeister, was vielleicht gegen einen doch eher mausgrauen Gegenkandidaten sinnvoll sein mag. Die Umsetztung in den großen schwarzweiß Plakaten kommt leider aus meiner Sicht etwas inhaltsarm rüber und so richtig sympathisch wirkt der Kollege von Beust auf den Plakaten nicht – erinnert mich eher an Bilder von nem Betriebsausflug oder ner langweiligen Familienfeier der Kategorie “Tante Emmys 80er – begib dich in Familie und du kommst darin vor Langeweile um”.
Er sieht ja auch oft (wenn wir jetzt mal ehrlich sind) etwas seltsam aus auf Bildern. >> ein Beispiel
