Interessantes Statistikverständnis bei der Internet World in der neuen Ausgabe.
Und ein klassisches Beispiel, dass gleiche Daten / Fakten und gleiche Aufbereitung nicht immer zu gleichen Schlüssen führen (müssen).
Die IWB deutet diese Zahlen so, dass die Befragten Experten BING eine reelle Chance einräumen gegen Google.
Ich sehe da eher folgendes: 11% trauen BING zumindest einen Teilerfolg zu, weitere 12% sind sich nicht sicher (bei der Dominanz von Google fast auch ein Teilerfolg), 28% sagen, dass Search in 5 Jahren ganz anders funktionieren wird, was sagt uns das über die Einschätzung ob BING erfolgt hat oder nicht?
Und das kann ich mir auch gut vorstellen. Ganz anders – wie anders? Keine Ahnung, aber im Zweifel basierend auf einer Technologie “Made with pride in Mountain View, Ca.”
Tja liebe IWB, eure “ebenso viele[n] Befragte[n]“, die sich “sicher [sind], dass die Macht des Suchmaschinenkonzerns aus Mountain View mithilfe von Bing gebrochen werden könnte und neue Suchverfahren das Web erobern werden” finde ich in dieser Konstellation nicht wieder.
Auch wenn wir uns alle Wettbewerb im Search Markt erhoffen und Microsoft sicherlich für viele als Ritter in schimmernder Rüstung gilt, der Googles Monopol brechen könnte – diesen Wettbewerb herbei zu reden, macht sicherlich keinen Sinn.
Tags: Bing, Google, Internet World, IWB, Search, Statistik —Ein sehr schönes Beispiel für die erfolgreiche Nutzung von Regional Targeting in Adwords findet man (als Hamburger) unter der Suche “pizza”:
Von den fünf Adwords Kunden machen sich neben Pizza.de auch lieferservice.de, bringbutler.de und croquemaster.de die Mühe und steuern regional auf Hamburg aus.
Croquemaster ist wohl das “klassische” Beispiel für Regional Targeting: wenn ich regional begrenzt liefere, dann macht nationale Werbung keinen Sinn. Das Adword Lehrbuch Beispiel.
Die anderen drei fallen nicht in diese Kategorie und machen sich trotzdem die Mühe? Nun, schauen wir uns pizza.de näher an, dann sehen wir recht schnell, dass hier ganz konsequent Regional Targeting genutzt wird, um den User besser anzusprechen.
1. Hamburg taucht in der Headline und im Text der Anzeige auf (man hätte hier auch über die Display URL pizza.de/hamburg nachdenken können bzw. diese für einen vergleichenden Test nutzen)
2. Die Landingpage passt auch sehr gut, die sieht nämlich so aus:
Lokalbzug wird über Umrißkarte hergestellt, genaue PLZ kann ganz oben in die Inputbox eingegeben werden, schon ne gut Landingpage wie ich finde.
Bei lieferservice.de und bringbutler.de hätte man es auch sein lassen können mit Regional Targeting, kein angepasster Text und die Landingpage hat auch nix mit Hamburg zu tun. Also nur Mehraufwand, mehr Kampagnen zu steuern (Regional Targeting erfolgt auf Kampagnenebene) und keine Nutzung der potentiellen Vorteile! Setzen, Sechs.
Tags: Google Adwords, Landinpage Auswahl, Regional Targeting, SEA, SEM —Na, wer weiß es, wer weiß es? Bueller, Bueller? Wer weiß es? Die Klasse, Bueller, der Kurs?
Sie schalten beide SEM auf den gleichen Begriffen. Das finde ich ja scharf, dass Friendscout mit dem Anzeigentext “Politik unter vier Augen – Debatten, die erregend sind – mit dem passenden Partner funktionierts” wirbt und das dann im Umfeld von Die Linke und Handelsblatt….
Tags: Friendscout24, Google Adsense, Online Dating, Politik, SEM —Nicht nur die Bundesregierung macht SEM auch die Linke ist hochgradig aktiv sowohl bei Youtube als auch in Sachen SEM:
Spannende Sache.
Weniger großartig ist dann der Auftritt von Petra Pau, da hätte man lieber einen der beiden Rhetorik-Meister der Linken von der Kette lassen sollen, hätte vielleicht mehr Effekt gehabt. So hat es doch eher die Anmutung von Homevideo oder schlecht übersetztem TV-Shopping (”und wenn Sie jetzt die Linke wählen, dann kriegen Sie dieses japanische Messerset obendrauf – kostenfrei!”).
Aber sie machen was in dem Medium, das ist schon mal anerkennenswert – gleich mal bei youtube schauen wer da noch so zu finden ist. Einen ersten Versuch gab es wohl auch schon von der Linken, der ist aber wohl im Sande verlaufen.
Tags: Content Netzwerk, Die Linke, SEM, youtube —Nachdem Zanox.de vor gut einem Jahr auf Einkaufstour gegangen ist und die Suchmaschinenmarketing Agentur eprofessional gekauft hat, legte Tradedoubler unlängst nach und hat sich die englische IMW – The Interactive Marketing Works – Group gegönnt. Dem geneigten Leser aus dem Online Marketing bzw. sonstigen suchmaschinentechnik affinen Umfeld wird v.a. die IMW Tochter The Search Works (TSW) bekannt sein, die sind nämlich nicht nur Agentur für Suchmaschinenmarketing sondern haben auch das allseits beliebte Tool BidBuddy im Portfolio, ein in Lizenz erwerbbares Bid Management System für das automatisierte Optimierung von Sponsored Links Kampagnen.
Vor einiger Zeit fragte mich mal jemand von Google, warum denn meiner Meinung nach epro von Zanox.de gekauft wurde, das verstünde er nicht wirklich. Vielleicht zeigt im diese Akquisition dann doch, dass der Einfluss von Suche auf das Thema Affiliate Marketing groß ist und durchaus in professionelle Bahn gelenkt bzw. durch befähigte Hände und Tools gesteuert werden sollte.
Letztlich ist Affiliate Marketing doch eine Frage von relevantem Traffic der in Transaktionen gewandelt werden sollte und was ist denn bitte eine besser skalierbare, flexiblere, ausrichtbare [bitte fügen sie 2-3 weitere positive Adjektive ihrer Wahl ein] Trafficquelle als Sponsored Links.* Daher war die Frage von einem Google Mitarbeiter äußerst erstaunlich wie ich finde…
* Man könnte hier auch gleich Google Adwords schreiben aber ich will den Kollegen von Yahoo! etc. nicht unnötig Salz in die Wunden streuen und außerdem werde ich das Monopol nicht so einfach anerkennen und weiter darauf hoffen, dass Billy und seine Mannen schon bald ihr Adcenter auch nach Deutschland bringen werden und Google das Fürchten lehren.




