02
Oct
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Früher Start nach Hannover am Freitag, da konnte man den Arbeitstag auch gleich canceln und sich lieber auf Frühstücksdate und Mittagstermin konzentrieren, entsprechend gut gestärkt ging es dann schon um 14.30 auf die A7.

Grund für die frühe Abfahrt war das Treffen mit Dennis, Arbeitskollegen von Maik aus Hannover, der uns sowohl mit Park- als auch mit Gastrotipps hilfreich zur Seite stand. Die Zeit vor dem Spiel war von Quatschen im Marriott Courtyard geprägt, Vorfreude auf das Spiel , Erwartungshaltung abklären, Statistiken wälzen (“noch nie mit Wingenbach als Schiedsrichter verloren”).

Besonders interessant war für mich mal von 96er Fans direkt über das Thema Robert Enke zu reden, der hier wohl noch immer allgegenwärtig ist. Hier eine interessante Randnotiz: es ist gerade eine Biografie erschienen, die auf Tagebüchern von Enke basiert und von einem engen Freund geschrieben wurde.

Fantrennung war jetzt nicht wirklich ein Thema (laut Dennis wohl typisch für Hannover ), also war auch der Weg zum Stadion weitgehend frei zugänglich, die AWD Arena war ausverkauft (was 49.000 Zuschauer bedeutet), vielleicht 6.500 davon aus Hamburg).

Das frühe Ebbers Tor war natürlich ein Traum und Tat der Stimmung extrem gut im Block, insgesamt kan man mit der St.Pauli Leistung zufrieden sein, abgesehen von einer Druckphase nach der Halbzeit (so gefühlt zwischen Min 50 und 70) wirkte das ganz souverän, was die Herren in Weiß da ablieferten wobei sie nach der Pause (eigentlich wie schon gegen Dortmund) erstmal etwas brauchten um wieder in vollem Umfang stattzufinden.

Das zweite Tor wäre verdient und wichtig gewesen und v.a. nervenschonend, so war doch bis zum bitteren Ende die Gefahr da, dass man sich unglücklich einen reinmarmeln lässt permanent.

. Ist ja aber nicht passiert, weil

  • “unter Wingenbacher als Schiedsrichter “
  • St.Pauli in Hannover noch nie ein Freitagsspiel verloren hatte zu dem Maik, Frank und Sven zusammen im Auto gefahren sind
  • ich meinen Glücksschal um hatte, der auch noch bei keiner Auswärtsniederlage mit war

und die Jungs eben alles in allem nen guten Job gemacht haben.

Nach dem Spiel erneut mit Dennis getroffen zur Match Analyse, auf dem angrenzenden Oktoberfest (eher wie der Dom in halber Größe), flitzten noch einige junge Menschen unter den allseits beliebten “zusammenbleiben, zusammenbleiben” Ansagen gen Gästekurve.

Ein rundum gelungener Abend in Hannover – vielen Dank an Maik fürs Fahren und ich freu mich auf das Rückspiel und hoffe, dass der dann Zwillingsvater Dennis den Weg nach Hamburg antreten wird im März

Großartige Erkenntnisse am Rande

“Ich möchte im Rahmen meiner Möglichkeiten die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands fördern.”

“Hannover hat das größte Schützenfest der Welt”

“Die Leine ist der mit Abstand nasseste Fluß Hannovers”

“Die Leine ist der größte Nebenfluss des Maschsees der Welt”

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20
Sep
user Posted by sop category Category: Fußball,Hamburg comments Comments (0)

Unverdient gegen einen pomadigen HSV (Frank Rost fehlten im O-Ton beim Ringelpietz nur die rosa Tütüs), der dummer Weise aber vom Gegentor wachgerüttelt wurde und sich gegen den “kleinen Nachbarn” wohl doch keine Blöße geben wollte.

11 Minuten lang – von der 77. Minute nach dem Treffer von Boll war es greifbar – ein Sieg gegen den HSV; 11 Minuten lang hatten wir Stellingen mit dem Rücken zur Wand.

Ich hab mich seit langem nicht mehr so auf ein Spiel gefreut, hatte lange nicht mehr diese “das muss klappen Gefühl” und habe mich auch entsprechend lange nicht mehr so enttäuscht gefühlt nach dem Abpfiff.

Das reine Zahlenwerk sollte einen eigentlich zufrieden sein lassen, der Aufsteiger hat gepunktet gegen den Bundesliga Dinosaurier aber mit Verlaub – scheiß drauf  was das Zahlenwerk sagt.

Was war gut?

Gut war der Charakter den die Mannschaft bewiesen hat. Auch wenn ich selber die Klischees nicht mehr hören mag von St.Pauli & anders, was galt, gilt und gelten wird aus meiner Sicht – wenn ihr Herz auf dem Platz zeigt, dann verzeih ich euch fast alles, dann sind Niederlagen verschmerzbar.

Ein Beispiel – Deniz Naki gerannt wie blöd, giftig gewesen und rotzfrech – hat Spaß gemacht

Ein weiteres Beispiel – Gerald Asamoah, kommt auf den Platz und legt sich erstmal gepflegt und gerechtfertig mit Spacken Jarolim an – richtig so

Was muss verziehen werden

Teils statisches Ballgeschiebe (gerade die ersten 20 Minuten), Fehlpässe im Aufbau

Fazit

Nach vier Spieltagen 4 Punkte, in der Tabelle zwischen den Bayern und Werder (okay, klingt besser als es ist); gutes Spiel in Freiburg, doof verloren gegen Hoffenheim und Köln, unverdient 2 Punkte gegen den HSV gelassen.

Könnte schlimmer sein, könnte besser sein.

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