20
Sep
user Posted by sop category Category: Fußball,Hamburg comments Comments (0)

Unverdient gegen einen pomadigen HSV (Frank Rost fehlten im O-Ton beim Ringelpietz nur die rosa Tütüs), der dummer Weise aber vom Gegentor wachgerüttelt wurde und sich gegen den “kleinen Nachbarn” wohl doch keine Blöße geben wollte.

11 Minuten lang – von der 77. Minute nach dem Treffer von Boll war es greifbar – ein Sieg gegen den HSV; 11 Minuten lang hatten wir Stellingen mit dem Rücken zur Wand.

Ich hab mich seit langem nicht mehr so auf ein Spiel gefreut, hatte lange nicht mehr diese “das muss klappen Gefühl” und habe mich auch entsprechend lange nicht mehr so enttäuscht gefühlt nach dem Abpfiff.

Das reine Zahlenwerk sollte einen eigentlich zufrieden sein lassen, der Aufsteiger hat gepunktet gegen den Bundesliga Dinosaurier aber mit Verlaub – scheiß drauf  was das Zahlenwerk sagt.

Was war gut?

Gut war der Charakter den die Mannschaft bewiesen hat. Auch wenn ich selber die Klischees nicht mehr hören mag von St.Pauli & anders, was galt, gilt und gelten wird aus meiner Sicht – wenn ihr Herz auf dem Platz zeigt, dann verzeih ich euch fast alles, dann sind Niederlagen verschmerzbar.

Ein Beispiel – Deniz Naki gerannt wie blöd, giftig gewesen und rotzfrech – hat Spaß gemacht

Ein weiteres Beispiel – Gerald Asamoah, kommt auf den Platz und legt sich erstmal gepflegt und gerechtfertig mit Spacken Jarolim an – richtig so

Was muss verziehen werden

Teils statisches Ballgeschiebe (gerade die ersten 20 Minuten), Fehlpässe im Aufbau

Fazit

Nach vier Spieltagen 4 Punkte, in der Tabelle zwischen den Bayern und Werder (okay, klingt besser als es ist); gutes Spiel in Freiburg, doof verloren gegen Hoffenheim und Köln, unverdient 2 Punkte gegen den HSV gelassen.

Könnte schlimmer sein, könnte besser sein.

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17
Sep
user Posted by sop category Category: Hamburg,Kultur & Stuff comments Comments (0)

Geht es euch manchmal auch so, dass ihr etwas macht, erlebt, besucht und euch hinterher fragt – wieso jetzt erst, warum mach ich das nicht seit meinem 5. Lebensjahr? Bei der Lesung von Längs auf dem Theaterschiff Batavia in Wedel ging es mir so.

Mein Wedeler Kontakt hatte angefragt, ob ich den Lust hätte – und ja, warum nicht in Wedel, nachdem es im Molotow nicht funktioniert hatte vorletzte Woche.

Was ist Längs?

3 Autoren: Levka, Jörg und Thomas und manchmal ein Gast (heute Sirja die ihr Autorentalent bis dato eher auf 140 Zeichen konzentriert hatte), mehr auf deren Homepage : http://lesebuehne.jimdo.com/

Was wird geboten?

Zwei Runden Selbstgeschriebenes, Alltagsgeschichten, irgendwo zwischen ÖPNV Terror, Internet Absurditäten, Kindheitsaufarbeitung und Oden auf den ultimativen Helfer des modernen Heimwerkers – den Ikea Nagelhalter.

Did it rock?

Ja, es rockte.

Warum hat es gerockt?

Weil es authentische Geschichten waren vom Hamburger Acker und den Baustellen des Alltags, die jeder nachvollziehen kann. Weil die 3 eigespielt waren und das im besten Sinne von vertraut und harmonierend, nicht im Sinne von “sie taten das was sie halt immer tun” und sicherlich auch die familäre “unter Freunden” Atmosphäre tat das ihrige..

Was war dein Favorit?

Ganz schwer ehrlich gesagt, denn gut waren alle 8 Texte, jeder auf seine eigene Art hat gefallen. Und auch wenn ich begeisterter Fahrer des Metrobus 4 bin und eine Landjugend in Ostwestfalen äußerst spannend war, muss ich sagen, dass Jörg mit “Karl ist auf der Suche” mein Favorit war.

Schöne Geschichte über einen älteren Herren, der irgendwie vor dem Leben steht und überfordert ist, der Mensch trifft die seine Sprache sprechen aber keine Worte nutzen, die er versteht, die Dinge tun die er nicht begreift.

Danke für de freundlichen Hinweis am Ende: Seid gut zu Karl, denn irgendwann werdet ihr auch Karl sein”  - stimmt auch wir werden nicht ewig die Digital Bohéme sein.

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