28
Nov

Ich lese zuviel. Genauer: Ich lese zuviel Belletristik, zu viele Romane und zu wenig fachbezogenes. Das wurde mir klar als ich erst durch eine Status Meldung in der Business Bravo auf den Leitartikel der IWB 24/08 aufmerksam wurde, die schon seit einigen Tagen in meiner Inbox schlummerte.

“AFFILIATE BETRUG NIMMT ZU” ist dort zu lesen. Uiiiih, das klingt gefährlich. Eine der Kerndisziplinen des Performance Marketings im Fadenkreuz…

Ich möchte garnicht zu sehr auf den Artikel eingehen, das ist an anderer Stelle schon erledigt worden, ich kann aber nur zustimmen, dass ich nach dem ersten Zeilen dachte: “Hallo, last-cookie-wins (LCW), dynamische Landmarks – schon mal davon gehört? Und wo ist das Problem bei massiven Traffic, wenn ich dafür (außer der genannten Serverlast) keine Kosten habe?”

Die Sichtweise, dass hier nur schmutzige Wäsche gewaschen werden soll, um schwindende Anteile an den (Online-)Marketingdollars für die “klassische” Internetwerbung wiederzugewinnen, scheint auf der Hand liegend und logisch.

Aber ein beliebtes Sprichwort schießt mir in den Kopf, wenn ich die Reaktionen auf den Artikel lese: das von den getroffenen Hunden, die bellen. Nein, damit möchte ich nicht sagen, dass Herr Bscheid absolut richtig liegt und die Affiliate Menschen dieser Welt endlich an den Pranger stellt an den sie gehören.

Sowohl die “Anschuldigung” durch den Artikel der IWB als auch die Reaktion auf Seite der Affiliate Fürsprecher zeigt die Trennung zwischen klassischer Vermarktung und Performance Marketing, die sich aktuell wie ein roter Faden durch die Onlinebranche zieht: Zwei Parteien beackern den Onlinemarkt, man weiß der andere ist da aber so richtig kennen, verstehen oder mögen kann man sich scheinbar nicht.

Schade eigentlich, da aus meiner Sicht bei Seiten ihre Daseinsberechtigung haben. Die klassische Onlinevermarktung hat es sicherlich einfach mit “klassischen” Marketinglern zu sprechen (Reichweite, TKP / CPM das sind vertraute Größen) dafür kann das Performance Marketing mit dem Versprechen “keine Leistung ohne Gegenleistung” ins Rennen gehen und hat ihre Erfolge auch wenn es vielleicht etwas schwierig ist für den im Artikel zurecht genannten durchschnittlichen Marketing-BWLer die Technik dahinter zu verstehen.

Beide bieten Vorteile für den (werbetreibenden) Kunden und müssen genutzt werden – die einen für das Branding und die anderen für den Abverkauf.

Reichweite Einkaufen ohne per SEA oder Affiliate Marketing für den Abverkauf zu sorgen wäre aus meiner Sicht ungefähr so wie TV und Print zu schalten ohne Ladengeschäfte oder Katalog zu haben.

Und Performance Marketing kann ohne “offline” oder Reichweiten Support auch wenig ausrichten. Wie wollen den die als Referenz für starke Affiliates genannten Vergleichsseiten etwas Verkaufen, dass sich vorher in die Wahrnehmung des Kunden zur Produktgruppe XYZ gebracht hat.

Ander gesagt – wie viele Käufer für Ipods & Co.würde billiger.de im Jahr an Händler vermitteln wenn die Firma Apple weniger gutes Marketing im Bereich Kommunikation und Produktpolitik gemacht hätte?

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23
Nov
user Posted by sop category Category: Alltag, Internet & Online, SEO comments Comments (0)

Die Finanzkrise, der Ölpreis, Rezession – alles Gründe warum man vielleicht negativ in die Zukunft blicken könnte.
Doch der vor einer Stunde auftretende Appetit auf panierte Hähnchenteile führte zu einer Google Suche nach der nächsten KFC Niederlassung und lässt mich hochgradig optimistisch in die Zukunft blicken.

Denn wenn der Testsieger in Sachen Systemgastronomie laut Stiftung Warentest mit diesem Treffer im Index aufläuft, dann ist in Sachen SEM Beratung und Onlinemarketing Training die Messe noch lange nicht gelesen! (klicken zum vergrößern)

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04
Nov
user Posted by sop category Category: SEA comments Comments (0)

Ein weiteres Beispiel für die Probleme die Googles Keyword Insertion bringen kann sehen wir hier am Beispiel von ebay.

Meine Vermutung ist, dass wir hier eine interessante Verkettung aus

1. einem (teil) automatisierten Buchungsprozess für Keywords und

2. Dynamic Keyword Insertion haben

(oder alternativ eine (teil) automatisierten Buchungsprozess mit automatischer Texterstellung)

Google Suche nach "Serrano" mit Anzeige von ebay

Google Suche nach

Sieht auf jeden Fall mal dämlich aus und ganz besonder schön war dann auch die perfekt abgestimmte Landingpage…

Ebay Fehlerseite als Landingpage

Ebay Fehlerseite als Landingpage

Merke: wer mit großen Keyword Mengen hantiert, der kommt wohl nicht um Automatismen (oder eine große Schar Praktikanten) herum, Routine zum Fehler abfagen sind dabei aber auch von entscheidender Bedeutung.

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01
Nov
user Posted by sop category Category: Internet & Online, SEA comments Comments (0)

Das Googles Dynamic Keyword Insertion (liebvoll in JATLA DKI oder KWI genannt) durchaus zu besseren Klickraten führen kann (da ja das gebuchte Keyword automatisch auftaucht und zu 95% dem Suchbegriff entspricht und somit gefettet wird) ist wohl landläufig bekannt.

Ein gutes Beispiel, dass es aber auch garnicht soooooo toll sein muss, DKI / KWI zu betreiben finden wir bei dieser Google Suche. Aktuell geht es ja noch aber ich hab auch schon SERPs gesehen wo 90% den identischen Titel hatten und in Zeiten der Gleichschaltung fällt dann nicht der Cleverling auf der DKI / KWI sondern eher der mit dem individuellen Titel.

Tückisch kann DKI dann werden, wenn man sie standardmäßig einsetzt und zwar auch bei gebuchten Vertippern und Falschschreibweisen. Beispiel gefällig?

Screenshot von DKI beim gebuchten Keyword Alice-de

Screenshot von DKI beim gebuchten Keyword Alice-de

Vertipper und Verschreiber zu buchen ist ja als solches meist clever. Wer bei www.alice.de eine Taste nach rechts rutscht, der landet dann bei www.alice-de, da kann der Browser leider nicht mit dienen und leitet dann auf eine Google Suche (oder das Topsuchergebnis ) weiter mit der entsprechenden query – und schwups sind wir dabei mit unserer Anzeige und dem passenden Keyword.

Allerdings in der gebuchten Falschschreibweise! Ist das gut?

[ ] ja

[ ] nein

[ ] vielleicht

Prinzipiell sieht es wohl erstmal doof aus, dass da im Text ein Vertipper oder ein Variante wie SINGEL auftaucht. (Ist das eigentlich falsch laut Duden oder schon eingedeutscht? Bin mir zumindest sicher das ca. 30% es so schreiben ob gewollt oder vertippt.)

Andererseits ist ja genau diese Schreibweise vom User gesucht worden, also warum nicht dann auch SINGEL in den Text schreiben und den User direkt da abzuholen wo er (orthografisch) steht – auch wenn es eigentlich falsch ist. Wir sind hier ja nicht als die Oberlehrer eingestellt oder?

Bei den offensichtlichen Buchstabendrehern würde ich persönlich es sein lassen mit der DKI, denn eigentlich war ja iphone und nicht iphobe, alice.de und nicht alice-de gewünscht.

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01
Nov
user Posted by sop category Category: Musik, Werbung comments Comments (0)

Nach der gelungenen HA Werbung zum 60. ist mein aktueller Favorit Captain Morgan mit “Got A Little Captain In You?”
Keller, 24.10.2008

El Capitan schmeckt ja nebenbei auch sehr brauchbar und wurde nicht zu unrecht daher auch von OPM besungen: El Capitan bei youtube, passender Weise hieß das Album Menace To Sobriety.

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